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das ist echt ziemlich imposant.
Ich frage mich dabei immer wieder: Die meisten dieser Löcher/Narben in der Landschaft werden ja "renaturiert", aber gibt es auch explizite "Versuchslöcher", die man einfach absichtlich sich selbst üerläßt und nur beobachtet, wie sich die Wiederbesiedlung solcher großen Anlagen "von selbst" vollzieht?
hae jetzt nicht lang gegoogelt oder so, aber falls hier jemand zufällig gerade Infos dazu hat wäre cool, davon was zu hören/lesen. (also wirklich nur falls bereits bekannt, nicht im Netz suchen (das kann ich auch sebst Smile ).

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Pok
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Vermutlich würden sich die Löcher einfach extrem langsam mit Wasser füllen und dann saure Seen werden. Eine ehemalige Professorin von mir untersucht mikrobielle Ökosysteme in extrem sauren Tagebauseen. Um sowas nachzustellen, werden Versuchsgewässer auch mal künstlich mit Schwefelsäure (Industrieabfall) angesäuert, sagte sie.

Nochmal was anderes: habe gerade ein paar Eibensamen gesammelt.


Ich wusste zwar, dass das rote Mäntelchen ungiftig ist und man es essen kann, aber nicht, dass es so süß und saftig ist. Mr. Green
Leider haben die kaum Aroma, sodass eine Marmelade daraus vermutlich nicht schmecken würde. Wink

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NI2
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Der Saft der roten Samenmäntel ist wirklich ungewöhnlich süß, aber das schmeckt schon interessant, ich denke als Zusatz in einer Marmelade würde es sich nett machen.

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naja, das Fruchtfleisch is wirklich garnicht schecht und wurde laut einem alten Almanach von anno schlagmichtot tatsächlich auch für den Winter eingemacht, es stand aber eine dringende Warnung dabei, daß eben der Kern/Samen im inneren der Frucht recht giftig sei. Die genaue ezeichnung war, wenn ich es recht erinnere "unbekömmlich" aber ähnliches stand auch bei den Beschreibungen zu heute als giftig bekannten Pilzen, allerdings auch bei einigen zwar (heute) eher nur als wenig förderlich, aber nicht wirklich gefährlich bekannten Pflanzen.

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Pok
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Da die Eibe ein Nacktsamer ist, ist das Rote kein "Fruchtfleisch", sondern ein Teil des Samens. Wink
Scheinbar gibts tatsächlich Rezepte für "Eibenmarmelade". Also scheint doch zu gehen....

Noch was anderes aus Brandenburg:

Neuaustrieb einer Eiche nach einem Waldbrand

Auf der Fläche wurden allerdings fast nur Kiefern angepflanzt, die sowas nicht können...

Im Vordergrund gerodete Fläche (wegen Totalschaden), links noch lebende Bäume und rechts ist das Feuer bis in die Kronen gewandert. Bilder aus dem Wald bei Treuenbrietzen, wo es im Sommer diesen großen Brand gab.

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Interessant! Können alle Nadelbäume nach einem Brand nicht mehr austreiben? Und andersrum, können das alle Laubbäume?

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Bei Nadelbäumen hört die Fähigkeit, zusätzliche Knospen zu bilden, relativ schnell auf, nachdem der entsprechende Zweig gewachsen ist. Das funktioniert ungefähr so lange, wie der Zweig noch grüne Nadeln trägt. Dadurch kann man z.B. Fichten zur Hecke stutzen, wenn man sie regelmäßig schneidet. Sie bleiben aber kahl, wenn man sie zu tief, bis in nadelfreie Bereiche, zurückschneidet. Die Eibe bildet hier eine Ausnahme, da sie auch aus dem Stamm wieder austreiben kann.

Viele Laubbäume haben die Fähigkeit, aus dem Kambium neue Knospen zu bilden. Sie behalten sich oft sogenannte "schlafende Augen" (=Knospen) über längere Zeit unter der Rinde, die in der Nähe von Blattansätzen positioniert sind. Einige Arten (Pappel, Pflaume, Essigbaum, ...) können auch aus Wurzeln neue Triebe generieren. Das geschieht verstärkt nach Verletzungen. Bei einer Pappel habe ich sogar Knospenbildung aus der Jahresringgrenze des Vorjahres beobachtet, wo ich sie eigentlich nicht erwartet hatte.



Insgesamt ist diese Regenerationsfähigkeit schon ein großer Vorteil für die Arten, die sie besitzen. Sie gibt der durch den Brand verschonten Wurzel die Möglichkeit, sich neue "Solarzellen" zuzulegen. Wenn sie es nicht schaffen, rasch genug ein Mindestmaß an Zuckerversorgung sicherzustellen, dann verhungern die Wurzeln und sterben ab. Der Umfang des Wiederaustriebes hängt unter Anderem von der Vorratssituation im überlebenden Teil ab, von der Jahreszeit, der Wasserversorgung und vom Lichtangebot.

Unter Laborbedingungen kann man aus wenigen Zellen des Wachstumspunktes an der Triebspitze (=Meristem) vollständige Pflanzen regenerieren. Dazu muß man zuerst diesen Bereich unter sauberen Bedingungen freilegen und auf speziellen Nährböden kultivieren. Durch Zugabe bestimmter Hormone wird später sie Ausdifferenzierung der Zellen in Sproß- und Wurzelbereiche angeregt und unterstützt. Auf diese Art kann man virusfreie Klone gewinnen, da sich die Leitgefäße erst weiter "unten" ausdifferenzieren und somit die Viren nicht bis zum Wachstumspunkt transportieren können. Dieses Verfahren wird u.A. bei Kartoffeln oder Pelargonien angewandt.
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Spannend, danke für die Erläuterungen Smile.

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NI2
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Ein kleines Ratebild:



Tipp: Das Bild zeigt die junge Gestalt.
Falls niemand drauf kommt gibt es ein weiteres Bild in der älteren Form.

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Bekommt "Das" demnächst Bunte Tupfen oder gar einen Hut? Gibt es einen Maßstab zum Bild? Der würde meine Theorie von einer mikrobiologischen "Jungkultur" bestätigen oder auch nicht...
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Bunte Tupfen und Hut ist beides nicht der Fall, aber mit einem Pilz bist du schon mal genau richtig.

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Da die Resonanz geringer ist als angenommen hier mal ein paar weitere ziemlich hilfreiche Bilder

Pilz im "ausgewachsenen" Stadium, allerdings durch den Transport leicht beschädigt.


Hier ein seeehr hilfreicher Tipp (100x oder 400x, weiß nicht mehr genau):


Der Pilz kommt in Thüringen nicht mehr vor und wurde mit freundlicherweise aus Trier zugesandt.

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Blauer Rindenpilz?

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Korrekt. Terana caerulea

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Fluoresziert der auch? Wink

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