SSL (?): an | aus

Bitte die Forenregeln und die Hinweise zu den Versuchen lesen!

Neue Antwort erstellen
Flusssäure Verdünnung halb automatisch
IllumiNobel-Gewinner 2012

Anmeldedatum: 08.05.2011
Beiträge: 635
Artikel: 4
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Vgl.
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?p=2685174412#post2685174412

Wer jemanden kennt soll sich bitte rühren....


Bild:

Bj68
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von BJ68 anzeigenPrivate Nachricht senden
NI2
Illumina-Moderator

Anmeldedatum: 19.08.2008
Beiträge: 4538
Artikel: 83
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Bitte hier das Bild ebenfalls hochladen oder verlinken.

//EDIT: Danke, das ist für alle nicht-chemieonline.de-User einfacher.

_________________
I OC

There is no sadder sight in the world than to see a beautiful theory killed by a brutal fact. [T. Huxley]

But just because we live does not mean that we’re alive. [E. Autumn]

The pursuit of knowledge is hopeless and eternal. Hooray! [Prof. H. J. Farnsworth]
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von NI2 anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.01.2014
Beiträge: 328
Artikel: 0
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Das sieht schon ziemlich abenteuerlich aus. Alleine dieses Holzbrett zum rühren... Shocked
Was, wenn dir das Zeug rumspritzt und oben in die Öffnung der Handschuhe rein läuft? Wie sind deine Hände/Arme dort gesichert?
Was, wenn der Behälter berstet und das Zeug sich im Raum verteilt? Gibt es da keinen 2. Behälter innen?

Wenn ich das richtig sehe sollte es für die geforderte Genauigkeit recht einfach umsetzbar sein (z. B. einfach über die Ventilschaltdauer für Leitungswasser / Pumpdauer für die Flusssäure).
Der Behälter sollte wohl aus Kunststoff sein (PTFE oder PP?) mit entsprechendem Ablasshahn. Ebenso muss das Rührorgan aus soetwas sein und ggf. so ausgelegt, dass man es am Rand einhängen kann.
Aber ehrlich gesagt sieht das dort nicht so aus, dass dafür überhaupt ausreichend Geld übrig ist...
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von CD-ROM-LAUFWERK anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 24.07.2008
Beiträge: 907
Artikel: 5
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Alter: 25
Zum Rühren:
Es gibt Fassrührer für die blauen "Chemiefässer" ebenso für IBCs. Da dürfte es sowohl was Fass wie auch Rührer betrifft was HF-beständiges geben. Hätte den Netten Effekt eines fast geschlossenen Systems, Spritzer werden zurückgehalten.
Wenn ihr an HF nur 30L Gebinde bekommt, werdet ihr ja nicht um mehrfaches umstecken eines Schlauches oder umschütten dieser Kanister kommen.
Bei einem 200L Fass könnte man dieses auch auf einer Waage positionieren und so die Mengen bestimmen.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Timmopheus anzeigenPrivate Nachricht senden
NI2
Illumina-Moderator

Anmeldedatum: 19.08.2008
Beiträge: 4538
Artikel: 83
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Ich denke über die doch recht suboptimalen Arbeitsbedingungen wurde schon (auch bei chemieonline) schon geschrieben, aber gut.

Zitat:
Alleine dieses Holzbrett zum rühren...

Holz findet man im Semiindistriemaßstab vermutlich häufiger als gedacht. Habe die Erfahrung selbst mal in einer Firma gemacht wo neutralisierung in 60 L Fässern mit einem Besenstiel gerührt wurden (dabei war der Stiel natürlich immer nur für genau diese Synthese und das Produkt wurde letztendlich eh noch destilliert). Holz ist recht korrossionsbeständig und vermutlich gar nicht so schlecht hierfür geeignet. Wenn ich mich recht entsinne ist die HF letztendlich auch nur zum Ätzen von Glas und minimale Verunreinigungen sollten dann kein Problem darstellen.
Meine Kritik gilt aber der Tatsache, dass hier ein BRETT genommen wurde! Hierbei muss man extrem vorsichtig Rühren damit es an der Phasengrenze wurde die Brettform nicht zu "schabbern" beginnt. Ich würde hier auf jedenfall zu einem Holzpaddel raten, damit die "Brettfläche" komplett unter der Phasengrenze ist und sich in der Phasengrenze nur der Stiel (rund!) befindet, damit kann es nicht schwabbern und man minimiert das Risiko des Spritzens. Sofern sich ein lackiertes Paddel eignet würde das natürlich auch das Vollsaugen mit HF verhindern.

Ansonsten halt Rührkessel mit Auslass und Rührer, alles Kunststoff verkleidet, Zugabe des Wassers mit computergesteuertem Ventil, Einfüllung der HF und Abnahme manuell oder auch PC-gesteuert über Vorratsgefäße (manuelle Befüllung) und angeschlossenen Tanklaster als diskontinuierlichen Prozess. Aber je nach Auftragslage lohnt sich das nicht sofern nicht über mehrere Hundert/Tausend Chargen verdünnt werden sollen.

_________________
I OC

There is no sadder sight in the world than to see a beautiful theory killed by a brutal fact. [T. Huxley]

But just because we live does not mean that we’re alive. [E. Autumn]

The pursuit of knowledge is hopeless and eternal. Hooray! [Prof. H. J. Farnsworth]
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von NI2 anzeigenPrivate Nachricht senden
IllumiNobel-Gewinner 2012

Anmeldedatum: 08.05.2011
Beiträge: 635
Artikel: 4
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Stimmt...Holz ist deswegen genommen worden, um der Korrosion zu entgehen....
Brett: Das Schabbern hatte ich da nicht...es wurde auch nicht im Kreis gerührt, sondern von unten nach oben und das sehr langsam...so dass kein spritzen auftrat....
Handschuhe: liegen oben dicht an....und so hoch spritzt es normalerweise nicht....denn ansonsten müsste ich auch noch ein "Faceshield" anlegen, da ja auch die Stelle Maske vs. Haube ein Problem darstellen würde.
Btw. der Raum wurde schon recht lange so genutzt, darum schaut er nicht mehr so gut aus....

Bj68
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von BJ68 anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 27.10.2015
Beiträge: 156
Artikel: 0
Wohnort: Leverkusen
Ich hätte da mal einige Fragen zum Bedarf und der Portionierung der verdünnten Säure:

- Wie groß ist die größte Einzelportion, die auf einmal entnommen wird?
- In welchem Zeitabstand werden Einzelportionen der Säure gebraucht?
- Wie lange reicht eine Charge der verdünnten Säure im Moment?

Jetzt mal zur möglichen Lösung:

Es gibt Verhältnisdosierpumpen, die zwei Medien in konstantem Volumenverhältnis fördern. Im Gartenbau werden sie benutzt, um Düngelösungen zum Bewässerungswasser zuzumischen. Dort werden die Geräte meistens von Wasserdruck angetrieben und saugen bis zu 10% Volumen-Zumischung selbst an.

Man müßte im hier diskutierten Fall zwei Pumpen mit gleicher Fördermenge auf der selben Welle eines Antriebes montieren, um beim Zapfvorgang die benötigten Mengen Säure und Wasser parallel zu fördern. Die Säure müßte dann in ein Voratsgefäß gefüllt werden, aus dem die Pumpe fördert. Das zweite Gefäß läßt sich dann nutzen, um die Spülwässer der Kanister aufzufangen und diese zu nutzen. Es gibt auch Pumpen, die ein bei konstanter Motordrehzahl verstellbares Fördervolumen haben. Eine solche Pumpe für das zuzumischende Wasser würde schwankende Konzentrationen an Säure im Spülwasser ausgleichen.

Im Labormaßstab würde ich zwei TELAB-Pumpen verwenden, die über einen gemeinsamen Schalter bedient werden. Diese Pumpen haben alle medienberührten Teile aus Teflon und lassen sich in Frequenz und Hub jeweils unabhängig verstellen.



Kleine Erinnerung: Beim Arbeiten mit Flusssäure muß immer ein großzügiger, hygienisch frischer Vorrat an Dekontaminationsmittel einsatzbereit vorhanden sein. Meistens werden Calciumgluconat-Lösungen und -Gele verwendet.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Glaskocher anzeigenPrivate Nachricht senden
Flusssäure Verdünnung halb automatisch
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 1 von 1  



Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
  
   
  Neue Antwort erstellen