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Pok
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Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Daraus kann man nun schließen, dass das Blatt alle möglichen Farben, nur eben das Grüne nicht benötigt und deshalb dieses wieder abgibt. Dies ist der Grund, warum die Blätter grün sind.

Warum kann man daraus schließen, dass das grüne Licht nicht benötigt wird?

Es ist ein Kompromiss. Chlorophyll hat viele Vorteile und sich trotz der Grünlücke in der Evolution deshalb durchgesetzt. Wer mehr dazu wissen will, sollte mal im Strasburger (fettes Botanik-Lehrbuch, z.B. 34.Auflage Seite 229 ff) lesen. Die Grünlücke kann durch andere Antennenpigmente auch praktisch vollständig geschlossen werden, wenn es in einer entsprechenden Umwelt (z.B. tief im Meer oder so) nötig ist. Warum es Landpflanzen nicht so richtig hinkriegen, verstehe ich aber auch nicht. Die hätten ja dadurch einen Konkurrenzvorteil, wenn sie das von ihren Nachbarn abgestrahle grüne Licht noch nutzen könnten.

Chlorophyll a + b zeigen übrigens beide eine rote Fluoreszenz, aber in vivo nur Chlorophyll a. Vermutlich trägt die zusätzliche Fluoreszenz von Chl. b in Lösung deshalb auch zumindest ein kleines bisschen dazu bei, dass die Fluoreszenz stärker als in vivo ist.
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Pok hat Folgendes geschrieben:
Die Grünlücke kann durch andere Antennenpigmente auch praktisch vollständig geschlossen werden, wenn es in einer entsprechenden Umwelt (z.B. tief im Meer oder so) nötig ist. Warum es Landpflanzen nicht so richtig hinkriegen, verstehe ich aber auch nicht. Die hätten ja dadurch einen Konkurrenzvorteil, wenn sie das von ihren Nachbarn abgestrahle grüne Licht noch nutzen könnten.


Glaubst du nicht, daß die schiere Menge an verfügbarem Sonnenlicht jedes andere zurückgestrahlte grüne Licht soweit übertrifft, daß es eben keinen Selektionsvorteil darstellt, es nutzen zu können? Wenn z.B. die Sonne verdunkelt wird, wäre eine andere lichtquelle von entscheidendem Vorteil - aber dann nimmt natürlich auch die Intensität des reflektierten Lichts parallel ab.

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Pok
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Ja, klingt plausibel. Bei Schattenpflanzen wäre es so. Ich dachte nur an einen Wald, wo alles grün "leuchtet". Aber das wäre nur in kleinräumigen Waldlichtungen der Fall, wo 90° von oben kein Sonnenlicht kommen kann (in unseren Breiten) aber das restliche Licht durchaus ziemlich grün ist, weil alles von der Umgebung reflektiert wird. Vermutlich kommen solche Fälle nicht allzu oft vor, weshalb diese Nische nicht "groß genug" ist, als dass sich eine Art darauf spezialisieren könnte.

Im Meer funktioniert das aber, weil von den Algen in oberen Schichten wirklich fast nur rot und blau absorbiert werden und grün durchgelassen. Die haben ja auch kein Stützgewebe oder sowas, weshalb sie im Grünen wirklich transparent sind und keinen Schatten werfen können. Das kann man erkennen, wenn man in nem See voller Algen taucht und nach oben guckt (nur noch grünes Licht). Da macht's Sinn, auch die Grünlücke zu schließen, wenn man in tieferen Schichten Sonnenenergie haben will.
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So, jetzt nach etwas längerer Zeit wieder bearbeitet und ausgebessert. Jedoch bleib ich nur noch an der letzten Stelle hängen (wieso fluoresziert das Extrakt nur rot?), die mir aus irgendeinem Grund so leicht vorkommt aber dennoch nicht einfällt. Das Internet spuckt da auch nichts sinnvolles aus...

Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Und das Spektrum wäre mit ordentlichem Kontrast und als .png besser. Schrift und Spektren als .jpg sind ungünstig, weil die darin genutzte Fouriertransformation gerade die harten Übergänge nicht hinbekommt, während .pngs verlustlos komprimiert werden durch Wörterbücher. Bitte nicht das .jpg nehmen und ein .png draus machen, kaputt ist kaputt und geht so schnell nicht wieder heil. Also nochmal schnell als .png neu hochladen. Oder einfach sein lassen, ist ja nicht so wild...

Hab ich erst gelesen, als ich das Spektrum fertig bearbeitet habe Razz. Die Linien hab ich nochmal in etwa nachgezeichnet, da man anfangs den Unterschied zwischen schwarz und blau nicht erkennen konnte.
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Zitat:
Die Linien hab ich nochmal in etwa nachgezeichnet, da man anfangs den Unterschied zwischen schwarz und blau nicht erkennen konnte.
...Konnte man sehr wohl erkennen. Jetzt sehen die Kurven aus als hätten sie Akne oder Beulenpest... Abgesehen davon solltest du im Artikel vermerken, dass du eine Abbildung von mir verändert hast.

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Newclears hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Linien hab ich nochmal in etwa nachgezeichnet, da man anfangs den Unterschied zwischen schwarz und blau nicht erkennen konnte.
...Konnte man sehr wohl erkennen. Jetzt sehen die Kurven aus als hätten sie Akne oder Beulenpest... Abgesehen davon solltest du im Artikel vermerken, dass du eine Abbildung von mir verändert hast.

Nein, die Farben konnte man nicht erkennen selbst nach dem einzoomen konnte ich sehr schwer unterscheiden, welche Linie schwarz und welche blau ist. Und die "Beulenpest/Akne" kommt lediglich davon, dass die Linien schärfer und nicht verpixelt sind.
Zudem habe ich unter dem Diagramm geschrieben, dass ich diese überarbeitet habe.
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Genau. Da steht überarbeitet und eine Überarbeitung impliziert eine Verbesserung was in diesem Fall wohl eher nicht so ist... Schreib "verändert" oder "bearbeitet" und ich bin ruhig.

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Pok
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sentryx16 hat Folgendes geschrieben:
Jedoch bleib ich nur noch an der letzten Stelle hängen (wieso fluoresziert das Extrakt nur rot?), die mir aus irgendeinem Grund so leicht vorkommt aber dennoch nicht einfällt. Das Internet spuckt da auch nichts sinnvolles aus...

Hast du das Internet auch gefragt "Chlorophyll Fluoreszenz Jablonski"? Oder waren dir die Erklärungen mit dem Jablonski-Diagramm nicht tiefgründig genug? Immerhin könnte es nach diesem Schema ja auch z.B. gelb fluoreszieren, weil das immer noch vereinbar wäre mit der Fluorezenzregel (normale Fluoreszenz ist längerwelliger als die Anregung). Da bräuchte man also die grundlegende Erklärung der Fluoreszenzfarbe mithilfe der Molekülstruktur. Aber das dürfte sehr kompliziert sein. Chlorophyll (a) fluoresziert nämlich auch je nach Lösungsmittel und Temperatur leicht unterschiedlich. Das Emissionsmaximum in Diethylether liegt z.B. bei 664,5 nm und in Methanol bei 674 nm (steht hier drin). In Diethylether bei -62 °C bei 669 nm und bei 28 °C bei 666,7 nm. Diese Effekte müsste man dann ebenfalls noch mit der Molekülstruktur erklären (am besten berechnen), um diese "fundamentale Antwort" für die rote Farbe der Fluoreszenz liefern zu können. Keine Ahnung, ob man überhaupt schon so weit ist. Berechnen kann man das alles bestimmt noch nicht. Deshalb dürfte die Erklärung mit dem Jablonki-Diagramm reichen.
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Da es in dem Artikel rein um die Fluoreszenz von Chlorophyll geht, würde es ausreichen, die Erklärung auf die Fluoreszenz zu beschränken. Erläuterungen über die Bedeutung des Chlorophylls für die Photosynthese oder teleologische Sätze ("grün wird nicht benötigt") könnten einfach entfallen. Nimm nochmal einen Anlauf, @Stepfan.

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[EDIT: Bis zur weiteren Bearbeitung in die Spielwiese verschoben.]

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Fluoreszenz von Chlorophyll
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