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IllumiNobel-Gewinner 2012

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Na, das könnte man doch ziemlich einfach bestimmen. Einfach gründlich den Magneten durchziehen, das Eisen waschen, trocknen und wiegen. Wird ein bisschen oxidieren, aber wenn man zügig arbeitet sollte das nicht so ins Gewicht fallen. Ich würde es natürlich in HCL lösen und titrieren.
Was mich interessieren würde ist, ob die das Eisen da einfach reinschütten oder irgendwie in die Cornflake-Masse einarbeiten - vermutlich letzteres, sonst würde sich das beim Lagern/Transport schnell absetzen.

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Pok
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Cooler Versuch! In einem youtube-Video hab ich das schon mal gesehen. Hätte eigentlich nicht gedacht, dass das elementares Eisen ist, sondern eher gefällte Oxide oder so. Aber durch Reduktion mit Wasserstoff oder elektrolytisch hergestelltes Eisenpulver wird scheinbar wirklich eingesetzt und besitzt wegen der feinen Verteilung eine gewisse Bioverfügbarkeit. Angefangen hat man 1941 damit in den USA, wobei man in den Folgejahren fast alle Getreideprodukte so angereichert hat (bis 1979 über 90 % aller Frühstücks-Cerealien). In vielen Ländern ist es offenbar gesetztlich vorgeschrieben, Mehl damit anzureichern (in Deutschland nur erlaubt, Stand 2002). Elementares Eisen setzt man ein, weil es im Ggs. zu Eisensalzen keine Farbreaktionen mit den Nahrungsmitteln eingeht, den Geschmack nicht verändert und billig ist. In Frühstücksflocken und Mehl deshalb, weil das Grundnahrungsmittel sind, womit eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden soll. (Quelle)
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Guter Versuch!

Vor zwei Jahren hat mich mein Physiklehrer da mal drauf gebracht, ich war selber skeptisch, hab es dann aber mal ausprobiert und die Cornflakes wurden tatsächlich angezogen, allerdings nur mit den starken Neodymmagneten, ein einfacher Hufeisenmagnet hat da nicht viel gebracht...
Ich hätte auch gedacht, dass da eher Eisenverbindungen drin sind.

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MfG HgO

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lemmi hat Folgendes geschrieben:
Na, das könnte man doch ziemlich einfach bestimmen. Einfach gründlich den Magneten durchziehen, das Eisen waschen, trocknen und wiegen. Wird ein bisschen oxidieren, aber wenn man zügig arbeitet sollte das nicht so ins Gewicht fallen. Ich würde es natürlich in HCL lösen und titrieren.


Das mit dem titrieren ist natürlich eine gute Idee. Würdest du da dann einfach eine bestimmte Menge Salzsäure hinzugeben, einige Zeit stehen lassen, und abfiltrieren, und dann mit Natronlauge rücktitrieren? Oder, wie würdest du vorgehen? (Ich frag nur noch einmal zur Sicherheit, in Analytik bin ich nicht gerade der Beste.)
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NI2
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Um Himmelswillen! Mit der Vorgehensweise kannste es dir auch sparen Very Happy
Man würde das ganze einfach sauer lösen und anschließend den pH-Wert anpassen und - finde ich für Fe am besten - mit EDTA/Sulfosalicylsäure titrieren, also komplexometrisch. Frage wäre wie man das ganze homogen bekommt ohne dass man Eisen verliert beim filtrieren der Feststoffe, aber da können sicher die AC-Umweltanalytiker weiterhelfen.

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Ein durchaus cooles Experiment.... Lauf kopfball haben sich die Hersteller von Cornflakes sich diesen Zusatz von Eisen (Ferrum reductum...?) genehmigen lassen.... Mir erschließt sich der Sinn nur nicht... Surprised

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Ich hab gelesen, dass das den Sinn hatte, eine möglichst breite Bevölkerungsschicht (Grundnahrungsmittel) mit Eisen zu versorgen, deshalb wird es vielerorts wohl auch Mehl beigemengt (in D. erlaubt, in vielen Ländern anscheinend sogar vorgeschrieben!).

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@NI2 Dann lass ich das mal mit der Titration lieber. Ich gehe dann lieber so vor, wie ich es schon gemacht habe, und wie es lemmi
auch schon beschrieben hate (Magneten ordentlich durchziehen, das erhaltene Eisen waschen, trockenen und dann wiegen.)
Trotzdem Danke für deine Antwort.
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Ich würde ja die Flocken im Mörser zerkleinern, direkt mit Salzsäure das Eisen lösen, dann filtrieren und mit Kaliumhexacyanoferrat(II) titrieren. Das wäre dann eine Fällungstitration. Zur Berechnung der benötigten Konzentration der Maßlösung kannst du ja vorher mal die Methode mit dem Abwiegen versuchen, damit du einen Anhaltspunkt hast.

LG,
Florian

Edit: Hab grad nochmal kurz recherchiert wegen dem Berliner Blau (Eisenhexacyanoferrat). Bei Zugabe des Kaliumhexacyanoferrats zu deiner Eisen-Lsg. sollte das Berliner Blau ausfallen und sich dann, sobald du die Kaliumhexacyanoferrat-Lsg. im Überschuss zugibst, wieder lösen. Letzteres ist dann dein EP.

Reaktionsgleichungen:

2 Fe3+ + K4[FeII(CN)6] → FeIII[FeIIIFeII(CN)6]3 + 4 K+

FeIII[FeIIIFeII(CN)6]3 + K4[FeII(CN)6] → 4 K[FeIIIFeII(CN)6]

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Ich sehe bei einer Behandlung mit HCl das Problem, dass dabei auch Eisen welches als Verbindung in den Rohstoffen vorliegt in Lösung geht was letztlich das ergebnis verfälschen würde.

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Dann müsste man den Gehalt an gebundenem Eisen vorher bestimmen, indem man das Elementare Eisen (magnetisch) entfernt und später die Differenz bilden.
Es sei denn, jemand hätte einen besseren Vorschlag Wink

LG,
Florian

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Das Einfachste wäre wohl, sich die Fe Gehalte der Zutaten zu besorgen, dann einen Durchschnitt zu errechnen und den bei den homogenisierten und aufgeschlossenen Proben zu subtrahieren. Damit hätte man dann zumindest einen Anhaltswert, der für weitere Untersuchungen verwendet werden könnte.

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Pok
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@Bromethan: wie genau ist denn deine Waage? Einige Cornflakes enthalten scheinbar nur 8 mg / 100g. Ich stelle es mir schwierig vor, das gesamte Eisen komplett aus den Cornflakes mit einem Magneten zu bekommen. Dazu müsste man die Flakes äußerst fein mahlen und selbst dann könnten Partikel noch Eisenreste zurückhalten. Außerdem ist nicht sicher, dass das so abgeschiedene Eisen völlig frei von Cornflakesresten ist.

Welche Cornflakes hast du verwendet? Die Marke sollte noch dazugeschrieben werden, weil das mit Bio-Cornflakes und einigen anderen vermutlich nicht klappt (schätze ich mal). Die Erklärung ist auch noch nicht befriedigend. Dass Cobalt und Nickel ferromagnetisch sind, ist hier unwichtig.
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Zur Bestimmung:

Das Hauptproblem sehe ich darin, das Eisen quantitativ von dem ganzen organischen Frühstücksschlonz zu trennen. Ich würde vermuten, dass gründliches (wiederholtes) Ausziehen mit einem starken Magneten das beste wäre. In den Zutaten natürlicherweise vorhandenes Eisen dürfte eine verschwindend geringe Menge sein.

Dann würde ich das Eisen (ob noch ein bisschen Kellogspampe mit dabei ist oder nicht wäre nicht so schlimm) in Salzsäure lösen, mit Kaliumperoxodisulfat oder Wasserstoffperoxid zu Fe(III) oxydieren und den Überschuss des Oxidationsmittels durch Kochen zerstören. Dann entweder mit EDTA oder iodometrisch titrieren.

@Cumarinderivat: Eisen kann man mit Kaliumhexacyanoferrat ziemlich empfindlich nachweisen, aber titrieren geht nicht. Erstens ist die Reaktion nicht streng stöchiometrisch, weil verschieden zusammengestezte Niederschläge entstehen. Zweitens: wie willst du den Endpunkt erkennen?

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Ich hab gelesen, dass das Berliner Blau erst bei einem Eisenüberschuss ausfällt. Demnach müsste sich der Niederschlag am EP wieder lösen.

LG,
Florian

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Eisen in Frühstücksflocken
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