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Eisen(II)-oxid, Eisen(III)-oxid + H2O = Benzintankproblem
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Es geht mir (als Biker) um das Problem Rost in den Benzintanks von Motorrädern:
die Entfernung der befallenen Rost-Flächen und die anschließende Behandlung der Eisenfläche, damit eine erneute Oxydation möglichst unterbunden wird. Dieses Problem haben tausende Biker nach Winterpausen mit zu wenig Benzin im Tank, wodurch die frei liegenden Metallflächen durch Temperaturschwankungen der Oxidation Platz bieten.

Nun geht es mir um sinnvolle, eigene chemikalische Lösungen, da offensichtlich Fertigprokute vom Anbietermarkt nicht halten, was versprochen wird.

Mir schwebte folgende Vorgehensweise vor, bzw. auch die Vermeidung von Chemikalien, weil ja kein Labor zur Verfügung ist:

- eine radikale Entfernung von Rost mit HCL (ACHTUNG: sehr gefährlich, wenn hochprozentig: verbietet sich für Privatanwendung!): wegen der Gefahren wohl ausgeschlossen, zumal es ja auch noch intakte Verzinkungsflächen blitzschnell auflöst.
- Einsatz von handelsüblichen Haushaltsreinigern mit Natriumhypochlorit anstatt des HCL um Rost zu entfernen, ohne das Metallblech stark anzugreifen: also nicht die "Toiletten-Reiniger",sondern Reiniger mit abgeschwächtem Anteil von Natriumhypochlorit.
- Nach der Rostentfernung, die Entfernung der Reinigungslösung durch H2O-Spülungen.
- Und dann stellt sich die große Frage: eine Entfettung noch zusätzlich mit Phosphorsäure, welche eventuell einen Film auf dem Metall hinterlässt, was ja einer Verzinkung dann im Wege wäre, oder lieber gleich erst einmal verzinken per Elektrolyse? Und was macht man auf der Verzinkung mit welchen Mitteln? Es wäre ja wieder der Phosphor-Einsatz als Schutz für die Zinkschicht gefragt. Aber wie?

Fragen über Fragen und das gleich als ersten Beitrag. Aber ich konnte es nirgendwo im Netz vernünftig klären.
Vielen Dank im Voraus für Antworten und beste Grüße:
KarloderErste

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Es gibt auch rostfreien Stahl. Very Happy Nun gut, ich kenne das Problem. Ich hatte den Tank mit sand gefüllt und so den Rost abgeschliffen. Klar den Tank demontieren.
Dann den Sand mit Wasser ausspühlen, Spiritus rein um das Wasser zu lösen, dann den Tank innen verchromen oder verzinken lassen.
Oder im Winter mit Diesel bis zum überlaufen füllen. Das ist die billigste Methode und evizient.
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Diese Sandfüll- u. Schüttelmethode mag ja gut sein, wenn überschüssige Kräfte zur Verfügung stehen, aber ob es dann auch in den schmalen Ecken blitzeblank ist, darf stark bezweifelt werden. Deshalb benutzen viele eine Mischmaschine vom Bau. Steht mir beides aber nicht zur Verfügung.
Die Spiritus-Bindemethode ist nicht schlecht. Kann auch zuvor schon im laufenden Betrieb gemacht werden. Nach Betrieben für Verzinkung eines Motorradtanks habe ich vergeblich gesucht. Es gibt natürlich Betriebe, die eine Totalsanierung anbieten, aber über die Details sich nicht auslassen. Die Katze im Sack möchte ich aber nicht. Wenn alles fertig ist, wird auch im Winter durchgefahren.

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Das mit dem Sand geht, habe ich selber schon gemacht, so eng sind die Ritzen auch nicht
Alternativ geht auch Nusschalengranulat. Beide Methoden machen fit.
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Ich habe mal einen Kollegen gefragt, der sich eine Harley-Davidson und einen Jeep restauriert hat. Er empfiehlt auch die Methode mit Sand und anderem Füllmaterial, unter Zusatz von etwas Wasser... Er verwendete gestoßenes Glas, scharfen Sand und Kieselsteinchen im "Kieskarussell". Man könnte alternativ den Tank auch mit einem Grillmotor (für Spießbraten) rotieren lassen. Eventuell muß man irgendwo Ausgleichsgewichte anbringen, um gleichmäßigen Lauf zu bekommen. Eventuell läßt sich ja auch ein Pedalantrieb "zurechtschustern".

Nach gründlichem Ausspülen (Gartenschlauch...) wird der Tank getrocknet (Sonne oder Heißluftfön) und dann mit KREEM Tankbeschichtung versiegelt. Das Zeugs hält schon länger als zehn Jahre im Tank.
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Eisen(II)-oxid, Eisen(III)-oxid + H2O = Benzintankproblem
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