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Durchführung einer Säure-Base-Titration
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Durchführung einer Säure-Base-Titration

Geräte:
Bürette, Erlenmeyerkolben, Stativ

Chemikalien:
eine Säure bzw. Base unbekannter Konzentration, eine Säure bzw. Base bekannter Konzentration, dest. Wasser, Indikator

Wahl des Indikators:
Diese Wahl hängt davon ab, ob eine starke Säure mit einer schwachen Base titriert wird oder andersrum. Je nachdem liegt der Äquivalenzpunkt im leicht basischen oder sauren. Als grobe Richtlinie kann man sagen:
--> starke Säure + schwache Base --> Methylrot 4,4-6,2 (rot-gelborange)
--> schwache Säure + starke Base --> Phenolphthalein 8,2-9,8 (farblos-rotviolett)
--> starke Säure + starke Base --> Bromothymalblau 6,0-7,6 (gelb-blau)

Hinweis:
Ich habe eine 1mol/l Natriumhydroxidlösung genommen, Ausgangssubstanz war dabei Titrisol® von Merck. Als zu titrierende Lösung nahm ich eine 25%-ige Salzsäurelösung bei der die Ausgangslösung 30-33%-ig war und ich somit die genaue Konzentration der verdünnten Lösung ermitteln wollte.

Durchführung:
Man gibt in einen Erlenmeyerkolben 10ml der Lösung mit der unbekannten Konzentration und stellt diesen auf einen weißen Untergrund (Papier, weiße Fließe,…). Man verdünnt die 10ml nochmals mit etwas dest. Wasser. Darüber befestigt man eine Bürette in einem Stativ und befüllt diese mit der Lösung bekannter Konzentration, dabei ist darauf zu achten das die Miniskusunterkante am Nullpunkt bündig ist. In den Erlenmeyerkolben werden noch 3-4 Tropfen Indikatorlösung gegeben.
Ich habe eine Unitestlösung verwendet, welche bei pH 7 von rot in das grüne umschlägt und dann in das blaue.
Man lässt zunächst unter Schwenken des Erlenmeyerkolbens langsam Maßlösung zulaufen, sobald man an der Eintropfstelle eine Farbveränderung sieht lässt man nur noch Tropfenweise zu tropfen. Sobald die Farbe in das grüne umschlägt dreht man den Hahn zu und liest die verbrauchte Menge an Maßlösung an der Bürette ab. Dies waren bei mir 69,2 ml.

Berechnung der Konzentration:
c(Säure) = c(Base) x V(Base) / V(Säure)

c(Säure) = c(1mol/l) x V(69,2 ml) / V(10ml)

c(Säure) = 6,96 mol/l

Die Stoffmengenkonzentration der Säure ist also 6,92 mol/l (24,54%).


Entsorgung:
Kann über den Abfluss entsorgt werden.

Erklärung:
Beispiel einer Neutralisationsreaktion anhand von Salzsäure mit Natronlauge:
NaOH + HCl --> NaCl + H2O
OH- + H+ --> H2O

Der Indikator dient um anzuzeigen wann die Neutralisation zu Ende ist und ein Gleichgewicht zwischen Hydronium- u. Hydroxidionen vorliegt.

Funktionsprinzip von Phenolphthalein:
Im pH-Bereich bis etwa 7,5 liegt es in seiner farblosen, ungeladenen Grundform vor (A in der Zeichnung). In stärker basischer Lösung werden die Protonen an den beiden Hydroxylgruppen abgespalten (B1 in der Zeichnung)). In einer resultierenden mesomeren Grenzstruktur ist ein chinoides System als Chromophor vorhanden (B2 in der Zeichnung). Das ist die farbige Struktur des Indikators. In sehr stark basischer Umgebung lagert sich am zentralen Kohlenstoffatom eine OH-Gruppe an, wodurch das Erreichen der Chromophorstruktur unmöglich wird (C in der Zeichnung).


(Quelle: Wikipedia)

Bilder:

Miniskus am Nullpunkt mit Schellbachstreifen als Hilfsmittel.


Vor der Titration, man erkennt das im Erlenmeyerkolben eine Säure vorhanden ist.


Nach der Titration, leider konnte ich pH 7 nicht genau erreichen, es war ein Tropfen zu viel Natronlauge, in so einem Fall wäre eine Rücktitration angebracht.

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Die Erkärung ist ja wohl ziemlich unpassend, ne? Mr. Green Interessiert den Indikator doch nicht, wieviel Salz inner Suppe is Smile
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Außerdem könnte man bei der Schreibweise denken, das Natriumchlorid falle als Niederschlag aus... Wink Die Natrium- und die Chloridionen kümmern sich doch sowieso auch nicht umeinander, die reagieren doch garnicht! Die schwimmen genauso in der Lösung rum wie vorher. Die Hydroxid- und die Oxoniumionen reagieren, das war's dann schon...

Und vllt. ne Erklärung warum z.B. Phenolphthalein seine Farbe ändert...Deprotonierung, Öffnung des Lactonrings, Annahme der chinoiden Form, die infolge des (delokalisierten) TT-Elektronensystems farbig ist. Wink

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Na ok die Erklärung ist wahrscheinlich wirklich bissl misst. Werde mal noch ein bissl drin rum editieren. Wieso klingt das als wenn ein Niederschalg ausfällt? Ich rede immer von Farbänderung und nicht von Niederschlag.

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Na+ + Cl- ---> NaCl
Ba2+ + SO42- ---> BaSO4
Tl+ + I- ---> TlI
Pb2+ + 2 OH- ---> Pb(OH)2
Ca2+ + C2O42- ---> CaC2O4
Sr2+ + CrO42- ---> SrCrO4

Meinst du nicht dass die prinzipiell alle gleich aussehen? Und dass bei allen außer der ersten Gleichung ein Niederschlag entsteht? Wink
Ionen, die in einer Lösung vorliegen, werden in einer Gleichung niemals zusammengeschrieben!

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Ich weis grad nicht was du mir damit sagen willst. Ich habe jetzt ja noch Hydroniumionen und Hydroxidionen mit einer ander reagieren lassen.

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Die erste Erklärung, die du geschrieben hast, lautete

Zitat:
Na+ + Cl- ---> NaCl


Und so geschrieben ist/war es einfach falsch!

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Naja das habe ich ja jetzt geändert.

PS: Habe noch Bilder eingefügt. Gibt es jetzt noch etwas zu bemängeln, das ich es ändern kann?

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Jein...zum letzten Bild "Es war ein Tropfen zuviel Natronlauge"...da macht man eine Rücktitration. Wink Smile Aber ich denke, es geht so, solange du noch einfügst, dass in diesem Fall eine Rücktitration angebracht wäre.

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schade, ich wollt auch die säure-base und redox titration in den nächsten wochen machen Sad
Zitat:
Vor der Titration, man erkennt das im Erlenmeyerkolben eine Säure vorhanden ist.

ich erkenn's nicht, wenn es nach mir geht könnte das auch himbeersaft sein...

mfg

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Nur wieso soll ich Himbeersaft titrieren? Rücktitration? Das hab ich noch nicht gehört.

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Rolling Eyes

Wenn man von etwas einen Überschuss zugegeben hat, macht man eine Rücktitration.

Zuerst rechnet man aus, wieviele Mol des Titers, in deinem Fall Natriumhydroxid, man hinzugegeben hat. Dann titriert man in deinem Fall z.B. mit Salzsäure-Maßlösung den Überschuss des Natriumhydroxids bis zum Neutralpunkt zurück, rechnet aus wieviele Mol Salzsäure man dabei hinzugegeben hat und zieht sie von den verbrauchten Mol an Natronlauge ab.

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Ok, gut zu wissen für das nächste mal. Gibt es jetzt noch was an dem Versuch zu verbssern oder wird er verschoben? Analytik?

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Jup, es folgt bald noch ein Nachweis von von Phosphat bei dem zum Beispiel Iodid als Störion nichts ausmacht, wenn es gewünscht ist.

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