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Differenzierung von Pseudomonaden durch UV-Licht
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Guten Abend alle!
Ich bin auf die sehr eingängige Möglichkeit gestoßen, Pseudomonaden mittels UV-Licht differenzieren zu können. Das ist jetzt auch bestimmt nichts neues. Dennoch habe ich eine Frage hierzu. Die da wäre: Fluoreszieren Pseudomonaden in verschiedenen Farben und wenn ja, welche Farbe ist charakterisch für welchen Stamm??? Lässt sich unter Umständen durch die Farbgebung auf die Pathogenität schließen? (Meiner leuchtet RADIOAKTIVMutaNtenGRÜN!!!xD!!!! Mr. Green
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Der klassische Vertreter des Genus Pseudomonas, der im langwelligen UV (365 nm) blaugrün fluoresziert, ist P. aeruginosa. Das ist eine pathogene, aber nicht hoch virulente Art. In Eiter oder infizierten Wunden kann man dieses Bakterium u.U. schon durch Beleuchtung mit einer Wood-Lampe nachweisen.

Was ich nicht weiß, ist, ob auch andere Arten blaugrün fluoresziende Pigmente bilden. Im allgemeinen würde ich die Bestimmung einer Bakterienart nie über ein so unscharfes Kriterium wie Pigmentbildung machen sondern nur durch Kultur und biochemische Testung (bunte Reihe) oder Genetik...

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Oh vielen Dank für die Info. Muss mich dann mal wirklich mit der bunten Reihe beschäftigen.
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Bamboleo hat Folgendes geschrieben:
Ist es möglich, dass das Wachstum von Pseudomonaden auf CFC Agar durch das bloße Zukleben der Schalenränder mit Tesa-Film, also durch einen luftdichten Verschluß unterbunden wird? Wieviel Oxygen sollen die denn ziehen? komisch.

Ich erlaube mir, die per PN gestellte Frage mal öffentlich zu machen, weil noch andere im Forum mit Mikrobio befasst sind und sich besser auskennen, als ich.

Pseudomonas aeruginosa wächst bevorzugt aerob, stirbt aber in anaerober Umgebung m.W. nach nicht ab. Die Sauerstoffzehrung durch Bakterienkulturen in einer Petrischale kann sehr beträchtlich sein. Es gibt eine Methode zum Züchten anaerober Bakterien, bei der diese auf einer Agarplatte neben einer anderen Kultur eines aeroben Bakteriums (ich habe vergessen, welches) ausgeimpft werden (sogn. Fortner-Platte). Die aeroben Bakterien verbrauchen den gesamten O2, der für die Anaerobier sonst toxisch wäre. Damit kann man obligate Anaerobier (z.B. Clostridien) kultivieren. Allerdings müssen die Ränder der Schale mit einem wirklich luftdichten Verschluss (geschmolzenes Paraffin) versiegelt werden. Ein einfacher Tesafilmstreifen ist sicher nicht so luftdicht, da werden schnell undichte Stellen entstehen.

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Dann können ja Keime mit aerober Atmung schon einen beträchtlichen Teil an Oxygen ziehen. Muss das Abfallprodukt dann Kohlendioxid sein?
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IllumiNobel-Gewinner 2012

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Soweit ich das überblicke entsteht bei aerober Energiegewinnung immer CO2. Unter anaeroben Verhältnissen ist das natürlich anders, da kann alles mögliche entstehen (Methan, Schwefelwasserstoff, Alkohol, Milchsäure....)

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ok, hätt ja sein können, dasses auch irgendwie anders geknackt werden kann.
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