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Illumina-Mitglied
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Das Thema wird in vielen Beiträgen immer mal wieder berührt, es fehlt jedoch mal eine konkrete Aussage.
Manche halten die Wahl der Universität/Fachhochschule mit einem Superranging, andere ein Auslandsstudium für bedeutend. Glaubt man dem Arbeitsmarkt, so trifft man immer wieder auf Inserate mit der Aussage: Gesucht wird ein promovierter Akademiker, flexibel, mit 10 Jahren Berufserfahrung, mindestens 3Sprachen flüssig in Wort und Schrift, teamfähig, ledig und maximal 35 Jahre alt. Sehe ich eine Firma wie IBM, so scheinen dort alle Kriterien des Inserats erfüllt. Dort sind die ältesten wirklich der Pförtner und die Reinigungskräfte. Wo mögen eigentlich die über 35jährigen Mathematiker geblieben sein? Früher, im Zeitalter des Lehrermangels, wanderten die ausgebrannten 35jährigen ins Lehramt ab. Da dieser Weg heute versperrt ist haben sie jetzt entweder eine zukunftsträchtige Zweitausbildung abgeschlossen oder arbeiten als Taxifahrer.
In der Chemie sieht es nicht viel besser aus. Für die meisten Betriebe ist für die Einstellung nicht so sehr die Uni oder das Auslandsstudium entscheidend. Das mag für einige Ausnahmetalente und eine handvoll Hochschularbeitsplätze stimmen. Doch Vorsicht - die Tücke liegt im Detail. Es ist nicht besonders schwer dort einen Arbeitsplatz zu bekommen - schwer ist es eine zeitlich unbefristete Anstellung zu ergattern. Heute sind selbst C2-Professuren nur zeitlich befristet - und dann? Wer nach 5 bzw. 7 Jahren seine Professur nicht im Kasten hat kann gehen. Welcher praktisch arbeitender Betrieb braucht schon so einen Theoretiker? Auch ist die Uniwahl sekundär, weil viele ohnehin wechseln und viel besser als die Wahl einer elitären Uni, auf der man sich nicht zurecht findet, ist die Wahl einer praktikablen Uni auf der man gerne ist und dementsprechend besser und mehr lernt. Bei der Bewerbung ist leider ein weitaus wichtigerer Aspekt, die Wahl der richtigen "Gleitcreme" als fachliche Kompetenz. Es gibt Firmen, wie Bayer, da ist ein Clan von Verwandten und Bekannten, die dort schon seit Generationen arbeiten, viel wichtiger für die Einstellung. Sehr gut bewährt hat sich zur Einstellung in eine Firma eine stetige Tätigkeit als Praktikant in den einschlägigen Labors. Jemand, der mindestens einmal im Jahr studienbegleitend arbeiten kommt, hat dort nicht nicht nur die Möglichkeit Geld zu verdienen - er kann sich dort auch unentbehrlich machen. Wenn in einer Firma der Personalchef über eine Einstellung entscheidet, dann sollte man tunlichst die Finger von diesem Job lassen (es sei denn man findet wirklich nichts anderes). Personalchefs verfügen selten über ausreichende fachliche Kompetenz und arbeiten nur bei Einstellung und Kündigung mit dir zusammen.
Wer jedoch den Weg über eine Praktikantenstelle scheut und/oder nicht über eine entsprechende Gleitcreme verfügt und dennoch sicher eine Einstellung erreichen möchte, dem rate ich zu einem Zweitstudium. Ein Informatik- oder Jura-Zweitstudium ist da sehr hilfreich. Es verzögert das Gesamtstudium nur um max. 3 Jahre bietet dafür jedoch maximale Flexibilität und Sicherheit. Man kann die Zeit abkürzen, indem man das Studium nur auf notwendige Dinge beschränkt. So manche Vorlesung verbringt man besser zuhause mit Lernen, in der Bibliothek oder beim Zweitstudium. Informatik habe ich selbst bei FU Hagen gemacht, kann es aber nur Mathe-Fans empfehlen, Jura ist entschieden einfacher bietet aber noch bessere Aussichten auf einen Arbeitsplatz. |
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Illumina-Mitglied
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Ich habe meine Ausbildung inkl. Fachabbi zwar mit "gut" bestanden, aber Mathematik war noch NIE meine Stärke.
Praktikas sind, so ist meine Ansicht, enormst entscheidend für den Berufseinstieg in einer renommierten Firma. Ende Januar hab ich n halbjähriges Praktikum bei Böhringer Ingelheim fertig. Danach folgt Bundeswehr *gg* und denn versuch ich mich bei Böhringer für ne Stelle zu bewerben. Wie es bei den anderen großen Firmen aussieht weiss ich zwar nicht, aber ähnlich wird es schon sein. lg |
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