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Pok
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NI2 hat Folgendes geschrieben:
die Farbe der Gele selbst könnte durch nicht fluoreszierende Farbstoffe erzeugt werden.

Stimmt auch wieder. Wink

Nach diesem Video hier (vom selben Anbieter wie oben genannt) müssten es doch, wie von euch vermutet, anorganische Pigmente sein. Zum Schluss sieht man, dass es im Tageslicht "unsichtbar" ist:



Mit organischen Farbstoffen wäre sowas doch nicht machbar, weil die auch im Tageslicht ne Farbe haben, oder nicht? Vor allem die roten. Auf jeden Fall sind alle rein anorganischen UV-Pigmente fast weiß. Das könnte also hinhauen...
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Um weiteren Spekulationen vorzubeugen hab ich schnell zwei Bilder ohne und mit UV-Licht geschossen.

Diese Farben sind unter allen Bedingungen farbig, unter UV-Licht kommt die Leuchtkomponente hinzu. Es leuchten alle Farben gut, allerdings überdeckt hier die Leuchtkraft von rot und gelb die anderen etwas. Um Gele klarer Lösungen handelt es sich offensichtlich nicht Wink

Ob Pigment oder nicht, ich könnte mir auch vorstellen, dass der Verkäufer nicht unbedingt Hersteller der Farben ist und/oder auf Grund ungenauer Verwendung von "Farbpulver, Farbe, Pigment, Farbstoff, etc." die von ihm gemachte Angabe, es würden "Farbpigmente" eingesetzt, unpräzise ist.
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NI2
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Die Gele sind imho eingefärbt, die Farben passen (aus der Erfahrung) einfach nicht zu den Fluoreszenzen, sondern sehen aus wie "imitiert", also einfache normale Farbe um anzuzeigen in welcher Farbe das eigentlich weiße Gel fluoreszieren wird

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interessant diese unterhaltung zu lesen Smile

danke für die aufklärung liebe menschen Wink
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NI2
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Hier mal eine quick('n'dirty) UV Bodypaint:

Jeweils 2 Proben, die jeweils linke besteht nur aus Pigment und Matrix (Hautneutrale Lotion, ölfrei auf Wasserbasis), rechts daneben jeweils mit Neutralrot eingefärbt. Die beiden Links sind Lumilux Effekt Blau A und rechts die beiden sind ein grünes phosphoreszierendes Pigment (wie man sieht hierfür ungeeignet, aber hatte gerade noch das da, weitere Pigmente müsste ich erst suchen Rolling Eyes )



Zur Auswertung: Dafür dass das ganze ziemlich schludrig gemacht war (Lotion + Pigment einfach mit Pinsel verrührt, sieht man an der unsauberen Auftragung, dass sich kleine Aggregate gebildet haben und die Mischung einfach nicht homogenisiert war), sieht man einen eindeutigen Effekt, zumindest beim Blau. Das Grün wird von dem Rot nahezu vollkommen überdeckt, aber das schreibe ich dem für dieses Experiment ungeeigneten Pigment zu.
Interessant ist, dass durch die Farbzusatz beim Blau die Fluoreszenz ein wenig ins Violett verschoben wird. man sieht den Effekt auf dem Bild nicht so gut, aber live war es eindeutig zu sehen (wobei dazu gesagt werden sollte, dass die Mengen alle nicht abgewogen waren). Ungeeignet scheint mit die Lotion allerdings zu sein, da sie die Haut weich macht, und das Pigment einige Zeit hält, aber es im Laufe weniger Stunden einfach abfallen würde, daher bräuchte man eine beständigere Matrix - aber für einen ersten Test sieht man ein Ergebnis Mr. Green

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Führende Hersteller auf diesem Gebiet dieser Pigmente sind Nemoto & Co. Ltd, Japan (https://www.nemoto.co.jp/) und RC TRITEC Ltd, Schweiz (http://www.rctritec.com/).

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Meine Erfahrungen:


a) Fluorescein Natrium, Eosin Y, die diversen Rhodamine usw. haben alle die unangenehme Eigenschaft dass sie die Haut auch permanent färben

b) Habe für ein Pfadilager mal Pigmente von http://www.bayfair.de/nachleuchtpigmente.html zu einer Nachleuchtenden Farbe gemischt....Grundlage war, wenn ich mich richtig erinnere Guar-Gum mit Glycerin (wegen der Elastizität) und den eingerührten Pigmenten, wobei Wasser anscheinend quencht


Hier mal das was ich auf die Schnelle gefunden habe:

http://blog.jestpaint.com/2014/10/uvneonglow-in-dark.html


Interessant ist der Text:
[...]
Die vorgenannten Zubereitungen sind bei Verwendung von Mischungen der vorgenannten Färbemittel in einer Unzahl von Einfärbungen-beginnend von Weiß über das gesamte Spektrum des Regenbogens bis hin zu Schwarz erhältlich. Sehr enttäuschend wirken diese dekorativen Zubereitungen aber, wenn sich die Trägerin, z. B. im Rahmen eines Disco-Besuches oder einer Party, in Räume begibt, die überwiegend oder ausschließlich mit langwelligem UV-Licht-sog."Schwarzlicht" beleuchtet werden. Weiße Kleidung leuchtet hier hellblau, ebenso schimmert das in Kosmetika eingesetzte Titandioxid etwas durch. Der Farbeindruck der dekorativen Kosmetik in solchen Räumlichkeiten bleibt üblicherweise sehr unscheinbar. Wurden zur Herstellung von Kosmetika Färbemittel aus der Gruppe der verlackten Fluoresceine, insbesondere der halogenierten Fluoresceine-genannt seien hier die Di-, Tri-oder Tetrabromfluoresceine-so ergeben sich sehr oft leuchtende Fluoreszenzfarben im Bereich der Rottöne. Die Verwendung von Verlackungen dieser löslichen Farbstoffe birgt jedoch deutliche Risken in sich : Die gesunde Haut hat einen pH im Bereich von 5 - 6 ; als ideal wird hier 5,5 genannt-den gleichen pH-Bereich weist auch Schweiß auf.

Tränenflüssigkeit dagegen hat einen leicht basischen pH im Bereich von 7,4. Durch die Feuchtigkeit der Haut ist es nun möglich, daß aus Färbemitteln auf Basis verlackter Fluoresceine wegen der möglichen unterschiedlichen pH-Werte im Produkt und auf der Haut die Farbstoffe ausbluten, weil sie aus dem Lack wieder herausgelöst werden. Dies ist besonders fatal, weil Fluoresceine sehr substantiv sind und sehr langanhaltend-bis zu mehreren Tagen-auf die Haut aufziehen. Im UV-Licht werden die Spuren davon zudem noch intensiver sichtbar gemacht. Farblack auf Basis von Fluoresceinen und halogenierten Fluoresceinen ergeben somit ein sehr interessantes Effekt-Make-up zur Verwendung unter"Schwarzlicht"-wegen einer möglichen Gefahr des Ausbluten können diese Zubereitungen allerdings sehr unschöne Nebenwirkungen zeitigen, die zudem noch von Haut und Haaren schwer entfernbar sind. Diese möglichen Nebenwirkungen werden-spätestens nach der ersten schlechten Erfahrung mit einem solchen Produkt-zu einem Verkaufshemmnis. Ähnliche Beobachtungen ergaben sich auch bei Verlackungen von löslichen Chinolin-und Anthrachinonfarbstoffen. Titandioxid allein oder optische Aufheller, wie z. B. Dinatrium-Distyryldiphenyl-disulfonat oder ähnliche, ergeben im wesentlichen nur hellblaue Fluoreszenzfarben und damit nur wenig Variationsmöglichkeiten im Bereich der gelben bis roten Fluoreszenzfarben-ein insgesamt unbefriedigender Zustand.
[...]
aus dem Patent:
http://www.freepatentsonline.com/WO2004108108A1.html


So werden die Pigmente hergestellt: http://www.freepatentsonline.com/EP0370470A2.html


Body Paint Rezeptur:
http://www.freepatentsonline.com/6235273.html
In den US Patent References findet sich das US Patent 5498280 Phosphorescent and fluorescent marking composition was da whrscheinlich auch zur Anwendung kommen kann...

Das könnte auch noch gehen:
http://www.freepatentsonline.com/y2007/0077216.html


Bj68
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Anfänger braucht hilfe - UV-Aktive Stoffe gesucht
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