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Zitat:
Man kann natürlich jetzt noch aufreinigen aber ich lass es meistens

Ich hole immer noch das Calcium raus. Wenn der KAS lange lagert und Feutigkeit aus der Luft zieht, reagiert das AN mit dem Kalk (bemerkbar an dem Ammoniak-Geruch) und du hast noch Calciumnitrat als Verunreinigung. Das Gleiche passiert auch beim Herauslösen des Ammoniumnitrats aus dem Dünger, besonders wenn man heißes Wasser nimmt. Da riecht es ebenfalls nach Ammoniak.
Dementsprechend gebe ich zu meiner AN lösung immer etwas Ammoniumcarbonat und fälle das Calcium als Carbonat aus. Man kann das Ammoniumcarbonat ruhig im Überschuss einsetzen, denn das zersetzt sich hinterher beim Eindampfen.

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Zitat:
Fett oder Wachs mit AN? Shocked Kann ich mir kaum vorstellen. Zu mindest nix Brennbares, sonst: Siehe SprengG Rolling Eyes
Nein, so leicht ist das nicht, wenn man zusätzlich zum Amoniumnitrat was anderes drin hat, dann gilt derhier:
sprengG hat Folgendes geschrieben:
Ammoniumnitrat-Düngemittel, mit einer größeren Sensibilität als Ammoniumnitrat mit 0,2 % brennbaren Stoffen, einschließlich jedes als Kohlenstoff berechneten organischen Stoffes, unter Ausschluss jedes anderen zugesetzten Stoffes

Zitat:
Es ist absolut sicher und zersetzt sich nur bei starker Initialzündung nach der "zweiten" Zerfallsgleichung.
Das gilt eigentlich nur für den festen Stoff bei, bzw. um Raumtemperatur, wie sich die Schmelze in der Nähe des Zersetzungspunktes verhält ist eine ganz andere Sache. Mit solchen pauschalen Angaben sollte man vorsichtig sein.
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Ich hab meins schon kontrolliert in einem Topf auf ein Lagerfeuer gestellt und mich rasch entfernt (GAU Simulation, nein es waren keine 50, auch keine 25kg, es war wenns hochkommt ein halbes, OHNE Kohlenstoff oder sonstige Zusätze Wink ).
Es blubberte solange vor sich hin bis alles verdunstet war, obwohl der Topf bald schon Rotglut hatte.

Klar sollte man den Kalk rausfiltern, es reagiert aber auch schon KALT zu Calciumnitrat und erhöht die ohnehin schon nervigen hygroskopischen Eigenschaften des Ammoniumnitrats.

Apropos 0,2%:
Lasst das Ammoniumnitrat mal 2 Tage im Labor stehen, dann habt ihr 0,2% organischen Staub da drinne.

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Könnte man das Calciumnitrat nicht auch (mangels Ammoniumcarbonat) mit Oxalsäure ausfällen? Natürlich wird man das nicht 100% rausbekommen, aber solange man die Säure im Unterschuss benutzt sollte sich doch da einiges rausholen lassen, oder nicht?
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Ja geht, Ammoniumoxalat ist nämlich gut löslich.
Calciumoxalat allerdings garnicht^^

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Zitat:
Ich hab meins schon kontrolliert in einem Topf auf ein Lagerfeuer gestellt und mich rasch entfernt (GAU Simulation, nein es waren keine 50, auch keine 25kg, es war wenns hochkommt ein halbes, OHNE Kohlenstoff oder sonstige Zusätze Wink ).
Es blubberte solange vor sich hin bis alles verdunstet war, obwohl der Topf bald schon Rotglut hatte.
Ich glaube dir ja, dass man das Zeug stark erhitzen kann, ohne dass etwas Schlimmes geschieht. Aber als Theoretiker werden dir die Unterschiede zwischen einer heißen Schmelze nahe des Zersetzungspunktes und einem Festkörper bei Raumtemperatur recht präsent sein, sowohl die thermodynamischen Randbedingungen, als auch die kinetischen Möglichkeiten, die sich da auftun durch Blasenbildung und aggressive Zersetzungsprodukte. Du hast ja auch nicht bestimmt, wie hoch die Empfindlichkeit der Schmelze gegenüber Stößen (z.B. "Siedeverzug" oder Implosionen von Blasen in kälteren Bereichen) oder punktuelle Überhitzung ist.
Die Methode ist so oft von unbedarften Experimentatoren durchgeführt worden, dass man mit statistischen Methoden schließen kann, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehr gefährlich ist, auch wenn sie mir eher unbehaglich erscheint, aber nichts erlaubt es, zu behaupten, es könne niemals zu einer Explosion ohne starker Initialzündung kommen.

Zitat:

Lasst das Ammoniumnitrat mal 2 Tage im Labor stehen, dann habt ihr 0,2% organischen Staub da drinne.
Ob das wirklich so viel ist, ist fraglich, das wären in etwa 2 g pro Kilogramm Ammoniumnitrat, was schon recht viel ist, und eher nur an der Oberfläche erreicht wird (ein typisches Probenahmeproblem) aber prinzipiell hast du recht, es ist schwer, sich an diese 0,2%-Regelung zu halten, man muss schon sehr sorgfältig sein.
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Ich habe mein AN ganz ohne Einkochen gemacht:
Ein Edelstahlkochtopf wurde mit einem halben Liter Wasser gefüllt. Unter ständigem Rühren und Erwärmen wurde das AN gelöst bis zur Löslichkeitsgrenze, aber nie über 100 Grad. Dann schüttete ich noch ca. 100ml heisses Wasser nach, erwärmte wieder auf 100Grad. Dann runter von der heissen Platte und eine Minute gewartet. In weniger als einer Minute setzte sich das leicht gelbliche Dolomit-Kalk-(Gemisch?) am Boden ab. Eine zusätzliche Filtration war bei der klaren Flüssigkeit unnötig. Die überstehende klare, heisse AN-Lösung kam zum Abkühlen in ein anderes Gefäss. Der restliche "Schlamm" wurde mit zur weiteren KAS-Aufbereitung eingesetzt*). Dabei wurde natürlich die nach dem Erkalten übrigbleibende gesättigte AN-Lösung eingesetzt und erforderliches zusätzliches Wasser beigefügt.
Wird das ausgefallene AN im Büchnertrichter scharf abgesaugt, dann erhält man es fast schon als trockenes Pulver.
Das restliche Wasser wird im Exsikkator entfernt. Späteres Verbacken in einer dicht verschlossenen Flasche führe ich vor allem auf Modifikationsänderungen zurück.

*) Erst wenn zuviel Schlamm anfällt wird dieser aufgearbeitet:
Wasser zusetzen, kräftig aufrühren, dekantieren, klaren Überstand einengen. Das sollte aber nicht soweit gehen, dass bereits festes AN ausfällt oder gar eine Schmelze entsteht. s.o.
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Ammoniumnitrat
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